Die Startseite Wirtschaft IAB-Prognose zeichnet düsteres Bild für Konjunktur und Arbeitsmarkt

IAB-Prognose zeichnet düsteres Bild für Konjunktur und Arbeitsmarkt

von Sandra Nitz

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Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat im März 2026 eine pessimistische Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands vorgelegt. Die Nürnberger Experten gehen für das laufende Jahr von einem Wirtschaftswachstum von nur noch 0,8 Prozent aus, nachdem die vorherige Prognose noch bei 1,2 Prozent gelegen hatte. Der Gegenwind kommt vor allem von geopolitischen Risiken wie dem Krieg im Iran, der den Ölpreis in die Höhe treibt und die internationale Konjunktur belastet. Das IAB rechnet außerdem mit einem Rückgang der Erwerbstätigenzahl um 90.000 auf 45,89 Millionen und einem Anstieg der Arbeitslosenzahl um 40.000 Personen. Die Prognose macht deutlich, dass die deutsche Wirtschaft in eine schwierige Phase eingetreten ist und der vielbeschworene Aufschwung vorerst ausbleiben wird.

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Die gedämpften Erwartungen der IAB-Forscher decken sich mit den Einschätzungen anderer führender Wirtschaftsforschungsinstitute, darunter das Ifo-Institut und die Deutsche Bundesbank. Die Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute vom April 2026 senkte die Wachstumsprognose für Deutschland ebenfalls und verwies auf eine Kombination von strukturellen Belastungen und kurzfristigen Schocks. Neben den geopolitischen Risiken und den Handelskonflikten belasten die schwache Binnennachfrage, die hohen Energiepreise und die Unsicherheit über die weitere wirtschaftspolitische Ausrichtung der Bundesregierung die Konjunktur. Die Investitionen der Unternehmen bleiben verhalten, und die privaten Konsumausgaben wachsen nur schleppend, da die Menschen angesichts der unsicheren Lage eher sparen. Die Regierung hofft, dass fiskalpolitische Impulse – etwa durch den Industriestrompreis und die Erhöhung des Verteidigungsetats – eine stabilisierende Wirkung entfalten können.

Eine der größten Unsicherheiten für die weitere Entwicklung ist der geopolitische Faktor. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten und die Spannungen zwischen den Großmächten USA und China könnten jederzeit eskalieren und die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen. Insbesondere eine weitere Eskalation des iranisch-amerikanischen Konflikts mit möglichen Auswirkungen auf die Ölversorgung und den Welthandel wäre für die exportorientierte deutsche Wirtschaft fatal. Die Unternehmen zögern daher mit langfristigen Investitionsentscheidungen und versuchen, ihre Abhängigkeit von einzelnen Märkten und Lieferketten zu reduzieren. Diese Unsicherheit lähmt die wirtschaftliche Dynamik und erschwert die dringend notwendige Transformation der Wirtschaft. Die IAB-Prognose ist daher mit einem erheblichen Abwärtsrisiko behaftet: Sollten die geopolitischen Spannungen weiter zunehmen, könnte das Wachstum noch geringer ausfallen oder Deutschland sogar in eine Rezession rutschen.

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